15.10.2026

Groz-Beckert passt Strukturen am Standort Albstadt an veränderte Marktbedingungen an

Albstadt, 15. Oktober 2026: Die anhaltende Nachfrageschwäche und der strukturelle Wandel in der internationalen Textilindustrie setzen das Stammgeschäft Textile Werkzeuge von Groz-Beckert weiterhin unter wirtschaftlichen Druck. Da eine Erholung der Märkte derzeit nicht absehbar ist, sind Anpassungen der Produktionskapazitäten und Organisationsstrukturen am Standort Albstadt erforderlich. Damit verbunden ist der Abbau von insgesamt 120 Stellen bis Ende 2027. Über die beschlossenen Maßnahmen informierte die Geschäftsführung die Belegschaft am 15. Oktober 2026 im Rahmen einer Betriebsversammlung.

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Anhaltender Nachfragerückgang belastet das Stammgeschäft
Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereichs Textile Werkzeuge ist seit mehreren Jahren rückläufig. Auch im Geschäftsjahr 2026 setzt sich dieser Trend fort. Gründe hierfür sind weltweit hohe Überkapazitäten in der Textilproduktion, ein ausgeprägter internationaler Wettbewerbs- und Preisdruck sowie eine anhaltend schwache Nachfrage. Gleichzeitig verlagern sich Produktionskapazitäten und Investitionen zunehmend in kostengünstigere Regionen.

Insbesondere China gewinnt sowohl bei der Herstellung textiler Flächen als auch im Textilmaschinenbau weiter an Bedeutung und verändert damit die internationalen Wettbewerbsstrukturen.

Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen, Unsicherheiten im internationalen Handel und eine geringe Investitionsbereitschaft die Marktentwicklung. Eine nachhaltige Erholung der Nachfrage ist unter diesen Bedingungen nicht absehbar und wirkt sich unmittelbar auf die Auslastung der Produktionskapazitäten aus. Der Bedarf an Textilen Werkzeugen bleibt hinter den früheren Niveaus zurück, womit sich auch die Anforderungen an die Produktions- und Organisationsstrukturen des Geschäftsbereichs verändern.

Anpassung der Produktionskapazitäten und Strukturen
Der geplante Stellenabbau ist Teil mehrerer Maßnahmen zur Neuausrichtung der Produktion und der technischen Bereiche am Standort Albstadt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Produktionskapazitäten am tatsächlichen Bedarf auszurichten und die Kosten- und Organisationsstrukturen an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.

Umsetzung bis Ende 2027 geplant
Der Abbau der insgesamt 120 Stellen soll schrittweise im Laufe des Jahres 2027 erfolgen. Groz-Beckert strebt eine sozialverträgliche Umsetzung an.

Über Groz-Beckert
Groz-Beckert ist Anbieter von industriellen Maschinennadeln, Präzisionsteilen und Feinwerkzeugen sowie Systemen und Dienstleistungen für die Herstellung und Fügung textiler Flächen. Die Produkte und Leistungen unterstützen die Bereiche Stricken und Wirken, Weben, Nonwovens, Tuften, Nähen und Spinnen.
Groz-Beckert ist Teil der Groz-Beckert Gruppe, die sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb prozesskritischer textiler Präzisionswerkzeuge, industrieller Schneidlösungen sowie auf textile Bewehrungen für die Bauindustrie und Verbundstoffe spezialisiert hat.
Der Konzern besteht aus den Unternehmen Groz-Beckert, TKM und solidian und erwirtschaftete im Jahr 2025 mit weltweit rund 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 799 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen ist mit Vertretungen, Produktions- und Vertriebstochtergesellschaften in mehr als 150 Ländern aktiv.