Maschinennadeln für die Stickerei

Schon seit Jahrhunderten verzieren Menschen Stoffe aller Art mit Stickereien. Wurde anfangs noch von Hand bestickt, so übernehmen heutzutage zumeist Maschinen diese Arbeit. Damals wie heute spielt das Werkzeug „Nadel“ dabei eine wesentliche Rolle.

Auch die Herstellung von Spitze lässt sich über Jahrhunderte zurückverfolgen. Mit der Entwicklung der Großstickmaschinen (Schiffli-Stickmaschinen) haben sich auch in diesem Bereich die Anforderungen an die Nadel zunehmend erhöht.

Mit Nadeln von Groz-Beckert nutzen Sie Werkzeuge, die selbst bei höchsten Stickgeschwindigkeiten und der Verarbeitung unterschiedlichster Materialien und Garnen ein tadelloses Ergebnis liefern.

Funktionsweise von Stickmaschinen

Stickereien werden genutzt, um Stoffe aller Art durch auf- oder eingenähte Fäden zu verzieren. Heutzutage geschieht dies meist maschinell mithilfe von computergesteuerten Maschinen.

Stickmaschinen dienen vor allem zum Besticken von Kleidungsstücken wie T-Shirts, Socken oder Mützen. Dabei wird der zu bestickende Stoff zuerst auf ein Stickvlies gelegt und dann in den Stickrahmen eingespannt.

Anhand der Stickdatei werden die verschiedenfarbigen Garnrollen eingelegt und die unterschiedlichen Garne nacheinander aufgestickt. Da ein Stickkopf mit mehreren Nadeln ausgestattet ist, müssen die Garnrollen während des Stickvorgangs nicht gewechselt werden.

Einteilung der Stickmaschinen

Generell wird bei Stickmaschinen zwischen Flachbett- und Freiarmstickmaschinen unterschieden. Zudem erfolgt eine Unterscheidung in Ein- und Mehrkopfstickmaschinen.

Mehrkopfstickmaschinen sind mit mehreren Stickköpfen ausgestattet, die gleichzeitig auf mehreren Kleidungsstücken das gleiche Motiv aufbringen. Einkopfstickmaschinen dagegen verfügen lediglich über einen Stickkopf.

Bei Flachbettstickmaschinen befinden sich die Stickrahmen auf einem großen, nicht verstellbaren Tisch. Mit ihnen werden hauptsächlich Zuschnittteile vor dem Konfektionieren bestickt. Sie können über bis zu 50 Stickköpfe verfügen.

Freiarmstickmaschinen werden meist zum Besticken fertiger Ware verwendet und haben in der Regel nicht mehr als 12 Stickköpfe.

Mehr über die Ein- und Mehrkopfstickerei erfahren Sie in unserer Broschüre "Maschinennadeln für die Ein- und Mehrkopfstickerei

Stickmaschine, die ein weißes Muster auf einen schwarzen Stoff stickt

Funktionsweise von Schiffli-Maschinen

Die Schiffli-Stickmaschine ist eine besondere Form einer Stickmaschine, auf der Spitzenstoffe in großen Bahnen hergestellt werden. In sogenannten „Schiffchen“ führt sie einen zweiten Faden, der als Unterfaden dient.

Eine Schiffli-Stickmaschine – auch Schiffchenstickmaschine genannt – ist nicht nur mit vielen Nadeln ausgestattet, sondern auch mit genauso vielen Schiffchen auf der gegenüberliegenden Seite des Stoffes. In diesen Schiffchen wird der zweite Faden, der Unterfaden, geführt.

Auf diese Weise arbeitet die Schiffli-Stickmaschine mit einem 2-Faden-System – ähnlich einer Nähmaschine. Geht die Nadel mit dem Oberfaden zurück, bildet sich dort eine Schlinge. Das Schiffchen fährt durch diese Schlinge und nimmt den Oberfaden auf. So werden der Oberfaden und der Unterfaden miteinander verschlungen.

Der Vorteil der Schiffli-Stickmaschine ist, dass deutlich längere Fäden eingesetzt werden können, da der Faden nach der Stichbildung nicht komplett durch den Stoff gezogen werden muss. Durch die verhältnismäßig großen Spulen, die im Schiffchen sitzen, kann auch lange ohne Pause gestickt werden.

Das Nadelsystem DB x K5

Für hohe Funktionssicherheit in Stickmaschinen

Das Nadelsystem DB x K5 wurde speziell für den Einsatz in Stickmaschinen konzipiert. Der Einsatz dieser Nadel reduziert Fehlstiche und Fadenbruch, schont Faden und Material und sorgt für eine sichere Schlingenaufnahme.

Aufgrund seiner besonderen Geometrie weist das Nadelsystem DB x K5 einen höheren Auslenkwiderstand auf als die sonst in der Stickerei eingesetzten Nadelsysteme (z. B. DB x 1). Dadurch hält sie den hohen Anforderungen beim Einsatz in Stickmaschinen besser stand. Auch das größere Öhr der DB x K5 bringt weitere Vorteile wie Schonung von Faden und Material, verbunden mit weniger Fadenbruch und einer sicheren Schlingenaufnahme.

Die Sonderanwendungsnadel DB x K5 SAN® 1

Für besondere Anwendungen im Bereich der Stickerei

Die Nadel DB x K5 SAN® 1 GEBEDUR® eignet sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften hervorragend für das Besticken widerstandsfähiger Produkte, wie Basecaps oder Leder. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften bietet sie eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber der Standardvariante.

Der verstärkte Schaft erhöht die Nadelstabilität und reduziert Nadelauslenkung sowie Nadelbruch. Das vergrößerte Öhr vereinfacht das Einfädeln und ermöglicht ein besseres Gleiten des Stickgarns. Die Hohlkehlfase sowie die optimierte Geometrie zwischen Öhr und Hohlkehle verbessern die Schlingenaufnahme und reduzieren die Bildung von Fehlstichen. Zudem verleiht die GEBEDUR®-Beschichtung der Nadel einen maximalen Verschleißschutz.

Mehr Informationen über die Nadel DB x K5 und die Sonderanwendungsnadeln SAN® 1 erhalten Sie in unserer Broschüre „Maschinennadeln für die Ein- und Mehrkopfstickerei

Schiffli-Nadeln

Für den Einsatz in Schiffli-Maschinen (Großstickmaschinen)

Bei der Herstellung von Spitze auf Großstickmaschinen spielt das Werkzeug „Nadel“ eine große Rolle. Schiffli-Nadeln von Groz-Beckert werden diesen Anforderungen gerecht.

So sind diese mit verschiedenen Spitzenformen verfügbar: der Standardspitze RS (universeller Einsatz, geeignet für Luft- und Gardinenstickerei), der mittleren Kugelspitze FG (besonders geeignet für Maschenware) und der großen Kugelspitze TR (geeignet für offene Warenstrukturen). Zudem verfügen Schiffli-Nadeln von Groz-Beckert über eine Farbkennzeichnung, die eine Vermischung verschiedener Nadelstärken und Spitzenformen vermeidet.

Mehr über die Schiffli-Nadeln von Groz-Beckert erfahren Sie im Datenblatt „Nadeln für die Schiffli-Stickerei

Weitere Produktinformationen finden Sie in unserem Kundenportal.

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