Magazine Dezember 2018

Die textile Welt im Blick: Von Innovation bis Individualisierung

Puket – eine zweite Karriere für Socken

Man sagt „Wohltätigkeit beginnt zu Hause“. Und dort setzt auch die Idee der Firma Puket aus Brasilien an. Sie hat ein ganz eigenes Konzept entwickelt, das Erfolg mit nachhaltiger Produktion und sozialem Engagement verbindet: die Kampagne „Meias do bem“ – auch bekannt als „Goodwill Socks Project“.

Das Unternehmen

Puket wurde in den 1980er Jahren gegründet und war zuerst ein reiner Sockenproduzent. Von Beginn an standen Freude, Qualität und innovatives Design für die Gründer im Vordergrund. Schnell machte sich das Unternehmen mit seinen außergewöhnlichen, bunten und besonderen Socken einen Namen.

Heute umfasst jede Kollektion mehr als 2.000 verschiedene Artikel. Neben Schlafanzügen und Socken gehören dazu auch Wäsche, Bademode, Schuhe, Accessoires, exklusive Geschenkverpackungen und vieles mehr.

Die zwei Produktionsstätten in São Paulo und Campo Grande verfügen gemeinsam über mehr als 9.000 m² Produktionsfläche. Und nachdem im Jahr 2003 der erste Puket-Laden eröffnet wurde, entwickelte sich das Unternehmen zu einem erfolgreichen Franchise mit mehr als 6.000 Verkaufsstellen, sowohl in als auch außerhalb von Brasilien. Inzwischen gibt es Puket-Läden unter anderem in Bolivien, Peru, Panama, Dubai und Katar.

Soziale Verantwortung und „Meias do bem“

Die zahlreichen Auszeichnungen, die das Unternehmen seit seiner Gründung erhalten hat, sprechen aber nicht nur von geschäftlichem Erfolg, sondern auch von sozialer Verantwortung und Engagement. Puket sammelt in seinen Läden und anderen festgelegten Sammelstellen in Brasilien alte, kaputte oder einzelne Socken. Es können Socken aller Marken und ganz gleich in welchem Zustand gespendet werden. Wichtig ist allerdings, dass es Baumwollsocken sind, da dieses Material am besten für den Recyclingprozess geeignet ist.

Die Socken werden gewaschen, zerkleinert, geschreddert und anschließend verdichtet. Aus je rund 40 Paar Socken entstehen so Decken, die zusammen mit einem neuen Paar Socken an Bedürftige verschenkt werden. Wichtig ist allerdings, dass es Baumwollsocken sind, da dieses Material am besten für den Recyclingprozess geeignet ist. Die Socken werden gewaschen, zerkleinert, geschreddert und anschließend verdichtet. Aus je rund 40 Paar Socken entstehen so Decken, die zusammen mit einem neuen Paar Socken an Bedürftige verschenkt werden.

Nachhaltigkeit

Die Idee zur „Meias do bem“-Initiative stammt von Claudio Bobrow, Gründungspartner von Puket. Schon von Beginn an wurden die Textilabfälle des Unternehmens recycelt. Bobrow beschloss, diese Idee auszuweiten und ließ untersuchen, ob es möglich wäre, Decken aus gebrauchten Socken herzustellen.

Das Ergebnis dieser Analyse führte nicht nur zu einem großangelegten wohltätigen Projekt, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Weltweit wird nur ein Bruchteil aller Textilabfälle recycelt, obwohl sie in anderen Branchen wiederverwendet und weiterverarbeitet werden könnten. Jede an „Meias do bem“ gespendete Socke wird jedoch nicht zu Abfall und hilft damit Mensch und Umwelt.

Weitere Informationen über Puket und „Meias do bem“ finden Sie auf der Unternehmens-Website http://www.puket.com.br/ sowie unter http://www.meiasdobem.com.br/

Für die jährliche Produktionsmenge von circa 25 Millionen Tonnen Baumwolle werden etwa 300 Billionen Liter Wasser benötigt – zur Herstellung eines einzigen Paars Baumwollsocken 75 Liter Wasser. Das recyceln von Textilien reduziert damit nicht nur die Menge an Textilabfällen, sondern kann auch weitere Ressourcen, die zur Herstellung benötigt werden, einsparen.