Groz-Beckert legt vorläufige Zahlen für 2015 vor: Umsatz auf 629 Mio. Euro gestiegen durch Akquisition und Währungseffekte

02.02.2016

Albstadt: Der Konzernumsatz von Groz-Beckert ist nach vorläufigen Zahlen 2015 deutlich gestiegen. Gegenüber Vorjahr legte der Umsatz um 58 Mio. Euro (rund 10%) auf 629 Mio. Euro zu. Der Zuwachs beruht im Wesentlichen auf Sondereffekten durch Akquisition und Währung, organisch ist der Konzernumsatz hingegen nicht gewachsen. Zum Stichtag 31.12.2015 beschäftigte Groz-Beckert weltweit 7.807 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 2.026 am Stammsitz in Albstadt.

Das Jahr 2015 war geprägt von zahlreichen Unsicherheiten auf den weltweiten Märkten. Stärksten Einfluss auf die Weltwirtschaft hatten die geopoltischen Konflikte, die weltweiten Terroraktivitäten, die Euro-Krise sowie die Börsen- und Wirtschaftskrise in China. Auch die Schwierigkeiten in Südamerika hatten Einfluss auf die weltwirtschaftliche Stimmung.

Auf Groz-Beckert wirkte sich vor allem die lahmende Konjunktur im Hauptmarkt China negativ aus. Die Absatzsituation war schwierig und die Umsätze stagnierten hier. Dank positiver Währungseffekte und einem Zukauf im Bereich Carding (Kardieren), konnte Groz-Beckert seinen Umsatz dennoch deutlich steigern.

Akquisitionsbedingt stieg die Mitarbeiterzahl des Groz-Beckert Konzerns im Verlauf des vergangenen Jahres. Der jüngste Produktbereich Carding (Kardieren) ging im Mai 2015 aus der Akquisition der Carding-Aktivitäten der belgischen Bekaert Group durch Groz-Beckert hervor. Die Übernahme umfasste 344 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Produktionsstandorte in Belgien, Indien, China und den USA. Der Prozess des Kardierens dient der Aufbereitung der Fasern als Vorstufe der Garnherstellung oder der Herstellung von Filzen in der Nonwovens-Industrie.

Zum Stichtag 31.12.2015 beschäftigte das Unternehmen weltweit 7.807 (Vorjahr: 7.628) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 2.026 am Stammsitz in Albstadt (Vorjahr: 2.084). Bereinigt um den Akquisitions-Effekt ging die Mitarbeiterzahl allerdings um 165 Personen zurück.

Groz-Beckert rechnet für das laufende Jahr mit keinen nennenswerten Verbesserungen der Rahmenbedingungen auf den weltweiten Märkten und somit nur mit geringfügigem Wachstum.