Magazine Dezember 2016

Die textile Welt im Blick: Von ITMA-Rückblick bis Industrie 4.0

Die Jeans

– perfekt genäht mit Nähmaschinennadeln von Groz-Beckert

Ihre Lieblingsjeans geht mit Ihnen durch dick und dünn. Dass Ihre Lieblingsjeans den täglichen Anforderungen standhält, dafür sorgt Groz-Beckert: mit perfekt erzeugten und lange haltbaren Nähten. Was die Jeans seit mehr als 160 Jahren für den Endverbraucher ist, ist Groz-Beckert schon genauso lange für die Textilindustrie: ein Partner, der mit Beständigkeit und Qualität zu Erfolgen führt!

In der letzten Ausgabe des Groz-Beckert Magazine konnten Sie lesen, wie die Jeans ihren weltweiten Siegeszug antrat. Heute erfahren Sie, wie die weltberühmte blaue Hose hergestellt wird und welche Nähoperationen dabei zur Anwendung kommen. Erfahren Sie zudem alles über die Sonderanwendungsnadeln SAN® 6 und MR, die speziell für das Vernähen von Denim beziehungsweise für multidirektionale Nähte entwickelt wurden.

Die Herstellung einer Jeans

Jeans werden aus einem speziellen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt. Beim üblichen Webverfahren wird der fertige Baumwollstoff gefärbt. Nicht so bei der Jeans: Hier wird das Garn bereits vor dem Weben des Stoffes blau eingefärbt. Allerdings handelt es sich dabei nur um den Schussfaden. Der Kettfaden dagegen bleibt weiß. Auf diese Weise erhält der Jeansstoff beim Weben mit zwei unterschiedlichen Garnfarben seinen typischen Look. Würde man diesen Schritt vernachlässigen und den Stoff nach dem Weben färben, wäre er einheitlich blau.

Im nächsten Schritt werden aus dem fertigen Denim die Schnittmuster aller Einzelteile gefertigt. Diese werden danach in verschiedenen Nähoperationen zu einer fertigen Hose zusammengenäht. Je nach Jeansmodell folgt nun noch die Veredelung: Verschiedene Waschungen ergeben unterschiedliche Looks. Edle Jeans werden mit Strasssteinchen oder ähnlichem versehen. Manche Hosen erhalten eine Stickerei oder einen Aufdruck. Andere werden so lange gefeilt und gebürstet, bis sie – wie im „Destroyed Look“ gewünscht – Löcher aufweisen.

Nähoperationen an einer Jeans

In der Regel erfolgt das Zusammennähen einer Jeans in Form der Linienfertigung. Dabei ist jede Näherin/jeder Näher für lediglich einen bestimmten Fertigungsschritt zuständig. Zuerst werden die Taschen der Jeans zusammengenäht und gegebenenfalls verziert. Ebenso wird mit den Gürtelschlaufen verfahren. Danach werden die Taschen an den einzelnen Beinteilen angebracht und anschließend die Beinteile zusammengenäht.

Als nächstes wird der Hosenbund angenäht und die Gürtelschlaufen sowie Knöpfe angebracht. Erhält die Hose einen Reißverschluss, wird dieser im nächsten Schritt eingenäht. Nachdem die Hose eingesäumt wurde, werden im letzten Schritt die Nieten an den vorgesehenen Stellen angebracht und das Markenlabel angenäht.

Bei der Konfektion einer Jeans werden demnach viele unterschiedliche Nähoperationen durchgeführt und somit unterschiedlichste Stichtypen erzeugt:

  1. Steppstich: Findet beispielsweise beim Verzieren der Gesäßtaschen oder Annähen des Labels Verwendung.
  2. Kettenstich: Kommt unter anderem beim Schließen der Innennaht zum Einsatz.

  1. Riegelnaht: Wird auch beim Verriegeln des Hosenschlitzes und Anbringen der Gürtelschlaufen verwendet.
  2. Überwendlichstich: Mit seiner Hilfe werden zum Beispiel Außennähte (Safety-Naht) geschlossen.
  3. Knopflochoperation: Hiermit werden Knopflöcher erstellt oder Knöpfe angebracht.

Nähmaschinennadeln von Groz-Beckert für die Herstellung

Aufgrund der vielen benötigten Nähoperationen kommt eine Vielzahl von unterschiedlichen Nähmaschinennadeln zum Einsatz. Neben Steppstich- und Kettenstichnadeln zählen dazu auch spezielle Nadeln für Overlock- oder Riegelnähte. Um den besonderen Anforderungen beim Vernähen von Jeans gerecht zu werden, bietet Groz-Beckert auch sogenannte Sonderanwendungsnadeln (SAN®) an.

Die Sonderanwendungsnadel SAN® 6

Jeans werden aus einem speziellen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt. Da Denim als Ausgangsmaterial sehr hart ist, kann es bei dessen Verarbeitung zu verschiedenen Problemen kommen. Zum einen können Fehlstiche auftreten, wenn Quernähte übernäht werden. Zum anderen führt die hohe Einstichkraft und die damit verbundene starke Nadelauslenkung oft zu Nadelbruch. Außerdem kann es dadurch zu Fadenreißen und Spitzenbeschädigungen kommen.

Die Sonderanwendungsnadel SAN® 6 wurde daher genau so konzipiert, dass sie diese Probleme verringert oder gar ganz verhindert:

  1. Durch den verringerten Nadelquerschnitt im Öhrbereich reduziert sich die Einstichkraft der Nadel.
  2. Der konische Schaft führt zu einem deutlich höheren Auslenkwiderstand als bei der Standardnadel.
  3. Die verbesserte Fadenführung im Öhr-Hohlkehl-Bereich verbessert den Fadenschutz und die Schlingenerfassung.
  4. Durch die GEBEDUR®-Beschichtung weist die Nadel einen hohen Schutz gegen Verschleiß und Beschädigungen auf.

Die Vorteile der SAN® 6 im Überblick:

  1. Hohe Sicherheit gegen Fehlstiche
  2. Besondere Schonung des Nähguts
  3. Optimale Schonung der Greiferspitze
  4. Reduzierte Belastung der Maschine
  5. Hoher Verschleißschutz durch GEBEDUR® (Titannitrid-Beschichtung)
  6. Geringerer Nadelverbrauch
  7. Hohe Produktivität durch weniger Stillstandzeiten
  8. Reduzierte Produktionskosten

Die MR Nadel

Für das Aufnähen und Verzieren der Hosentaschen kommen sogenannte Taschennähautomaten zum Einsatz. Diese ermöglichen die Anfertigung von multidirektionalen Nähten in sehr hohen Geschwindigkeiten. Dabei stellt vor allem der Wechsel der Nahtrichtung sehr hohe Anforderungen an die Nähmaschinennadel, da der Faden in unterschiedliche Richtungen über die Nadel abgezogen wird. Dies kann sowohl zu Fadenbruch als auch zu einer instabilen Schlingenbildung führen, was Fehlstiche und unsaubere Nähte mit sich bringt.

Die Groz-Beckert MR-Nadel, die speziell für automatische Nähprozesse mit multidirektionaler Funktion konzipiert wurde, hält diesen Anforderungen stand und führt so zu einer erhöhten Prozesssicherheit.

Die Besonderheiten der MR-Nadel:

  1. Extremer Widerstand gegen Verbiegung aufgrund der besonderen Schaft- und Hohlkehlgeometrie
  2. Die sehr tiefe und lang geformte Hohlkehle ermöglicht eine äußerst enge Stellung des Greifers zur Nadel; dadurch optimaler Schutz des Nähfadens.
  3. Stabile Schlingenbildung aufgrund des speziell asymmetrisch geformten Fadengleitbereichs im Nadelöhr; dadurch weniger Fadenverdrehungen
  4. Reduzierte Aufzwirnung des Fadens aufgrund der besonderen Fadenführung

Unverzichtbare Begleiter – die Jeans und Groz-Beckert

Sie sehen: Nicht nur Ihre Lieblingsjeans geht mit Ihnen durch dick und dünn, sondern auch Groz-Beckert – vor allem, wenn es darum geht, mit qualitativ hochwertigen Produkten zu Ihrem Erfolg beizutragen.

Sie möchten mehr über die Sewing-Produkte von Groz-Beckert erfahren? Die Groz-Beckert Experten stehen Ihnen dafür weltweit und jederzeit zur Verfügung.